Die Linke Braunschweig wählt weibliche Doppelspitze
Nach dem Wahlerfolg bei der Bundestagswahl und einem rasanten Mitgliederwachstum hat sich die Partei “Die Linke” in Braunschweig beim Kreisparteitag am 5. April neu aufgestellt.
Nach dem Wahlerfolg bei der Bundestagswahl und einem rasanten Mitgliederwachstum hat sich die Partei “Die Linke” in Braunschweig beim Kreisparteitag am 5. April neu aufgestellt. Dem zwölfköpfigen Kreisvorstand steht eine weibliche Doppelspitze vor: Leonie Bartsch folgt auf den bisherigen Co-Vorsitzenden Jorrit Bosch, der überraschend in den Bundestag eingezogen ist. Die 29-Jährige will sich insbesondere für intersektionalen Feminismus und Antifaschismus einsetzen und Politik für die Interessen der arbeitenden Menschen machen. Ihr zur Seite steht die wiedergewählte Co-Vorsitzende Anke Schneider. Die 60-jährige Mathematikerin bringt viel Erfahrung in der Politik mit und ist derzeit Abgeordnete im Regionalverband Großraum Braunschweig und dem Stadtbezirk Mitte. Über die Parteiarbeit in den letzten Jahren zieht sie ein sehr positives Fazit:
„Als der alte Kreisvorstand das Amt antrat, hatten wir 119 Mitglieder. Nach dem Weggang von Wagenknecht, der unsozialen Ampelpolitik und dem Bruch der Brandmauer durch Friedrich Merz haben sich immer mehr Menschen entschlossen, für eine solidarische Gesellschaft aktiv zu werden. Heute hat die Linke in Braunschweig über 500 Mitglieder und ein richtig aktives Parteileben.“
Bei der Bundestagswahl hat die Linke in Braunschweig 11,6% der Zweitstimmen und damit das beste Ergebnis ihrer Geschichte in der Löwenstadt erzielen können. Braunschweigs neuer Bundestagsabgeordneter, der 27-jährige Jorrit Bosch, stimmt die Partei mit neuem Selbstbewusstsein auf kämpferische Zeiten ein:
„Während die AfD rassistische Hetze verbreitet, das Asylrecht und der Achtstundentag von Merz zusammen mit der SPD geschleift wird und auch die Grünen für schrankenlose Aufrüstung stimmen, werden wir Druck machen für soziale Themen, Menschenrechte, Antifaschismus und Frieden.“
Sichtbar und kämpferisch auftreten will die Partei nicht nur im Bundestag mit der erneuerten Linksfraktion, sondern auch vor Ort in Braunschweig. Die Linke wird weiter Haustürgespräche führen, um die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort zu erfahren, sie unterstützt das neugegründete Mieterbündnis Braunschweig im Konflikt mit Immobilienkonzernen und bietet im Parteibüro Sozialsprechstunden an.

