LEG Immobilien unter Verdacht: Falsche Heizkostenabrechnungen in der Weststadt? – Die Linke unterstützt Mieter*innen

In der Braunschweiger Weststadt besitzt der börsennotierte Konzern LEG Immobilien SE rund 1.500 Wohnungen. Allein im Jahr 2024 schüttete die LEG 153,2 Millionen Euro Dividende an ihre Aktionär*innen aus. Umgerechnet auf 167.000 Wohnungen bedeutet das: Jede Mietpartei zahlt jährlich rund 900 Euro – allein für die Gewinne der Eigentümer, darunter Investmentfonds wie BlackRock.

Diese Profite werden auf dem Rücken der Mieterinnen erwirtschaftet: durch steigende Mieten, schlechten Service und fragwürdige Nebenkostenabrechnungen. Ein besonders drastischer Fall ereignete sich jüngst in Göttingen, wo Mieterinnen Nachforderungen von bis zu 51.000 Euro erhielten – ein Skandal, der bundesweit für Aufsehen sorgte.

Mit der Linken Geld vom Vermieter zurückholen
Auch in Braunschweig mehren sich Hinweise auf fehlerhafte Heiz- und Warmwasserkostenabrechnungen durch die LEG. Über den kostenlosen Heizkostencheck der Partei Die Linke haben mehrere Mieter*innen ihre Abrechnungen prüfen lassen – mit alarmierendem Ergebnis: Die LEG rechnet offenbar pauschal nach Formel statt verbrauchsgenau ab. Dieses Vorgehen ist nicht nur rechtswidrig, es eröffnet den betroffenen Mieter*innen einen Anspruch auf eine Kürzung der Abrechnung um 15 % – und damit bares Geld zurück.

Die Co-Vorsitzende der Linken Braunschweig, Leonie Bartsch, kündigt Unterstützung an:

„Wir haben uns heute dem bundesweiten Heizkostenaktionstag angeschlossen. Auch in Braunschweig wollen wir Mieter*innen ermutigen, sich gegen ungerechtfertigte Abrechnungen zu wehren. An den Haustüren hören wir immer wieder dieselben Geschichten: steigende Mieten, verschimmelte Wohnungen, hohe Nachzahlungen und ein Vermieter, der sich nicht kümmert. In der Weststadt wird deutlich: Der freie Wohnungsmarkt versagt – und macht die Reichen noch reicher.“